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Logos überarbeiten ohne Mar­ken­workshop, verbale Leitidee und Werte­pyramide? Oh hell no!? Inspiriert von den Altmeistern der Logo-Gestaltung wagte ich mich an die rein formale Über­arbeitung von über­arbeitungs­würdigen Marken­zeichen. Den strategisch­en und konzeption­ellen Teil versuchte ich dabei ​bewusst ​auszublenden und mich auf Intuition und gestalter­isches Gespür zu verlassen. Entstanden sind schöne Logos für alle und jeden, Redesigns nach denen niemand gefragt hat.

Reform ist Experiment, Designkritik und Anregung zur Diskussion über Designprozesse. Zugrunde liegt die Analyse über Entwicklungen im Logo-Design der letzten 50 Jahre. Der visuelle Output an sich hat sich demnach kaum verändert. Erstaunlich, wo sich doch der Prozess der Marken­entwicklung stark vergrößert und weiter­entwickelt hat. Heutzutage wird recherchiert und analysiert, es werden Markenwerte, -kerne, -strategien, -architekturen und Zielgruppen definiert und entwickelt; doch das Endprodukt unterscheidet sich nur geringfügig von dem von damals. Strategie und Methode ersetzen heute wahrscheinlich die Intuition der Gestalter von damals und geben Unternehmen größere Sicherheit.

Reform ist der praktische Teil meiner Bachelor­arbeit »Das Logo ist tot.«, entstanden im Studiengang Kommunikations­design an der HTW Berlin im Sommer­semester 2015. Betreuung durch Prof. Daniela Hensel, Prof. Florian Adler und Gisela Matthes.